Wenn Katzen schlingen

Wenn Katzen ihr Futter hinunterschlingen, dann hat dies meist Folgen- das Futter wird oftmals wieder komplett erbrochen, oder die Katze bekommt Bauchschmerzen, Durchfall oder sogar Gastritis und andere Beschwerden des Gastrointensinaltrakts.

Habt Ihr eine Schlingkatze, dann könnt Ihr Euch mit einigen Tricks helfen:

Statt einer großen Portion -  lieber mehrere kleine Portionen füttern. Ich weiß, wenn man berufstätig ist, kann das ein logistisches Problem darstellen- mit einem Futterautomaten kann man dies sehr gut in den Griff bekommen. Bei Mehrkatzenhaushalten empfiehlt sich ein Gerät mit Chip, wo nur die "richtige" Katze  Zugriff hat.

Generell sollte bei Mehrkatzenhaushalten die Schlingkatze in einem anderen, geschlossenen Raum fressen. So haben alle Katzen Ruhe, und müssen nicht darauf achten, dass ihr Futter weggefressen wird. Und auch die Schlingkatze lernt so, dass es sinnlos ist zu schlingen, denn sie darf nicht hinaus, solange die anderen Katzen nicht fertig sind.

Zusätzlich kann man auf sogenannte Anti-Schlingnäpfe zurückgreifen. Diese verhindern, dass das Futter zu schnell aufgenommen wird, da die Näpfe so konzipiert sind, dass die Katze das Futter herauskitzeln muss. 

Ebenfalls sehr hilfreich ist es , die Futterschüssel erhöht anzubieten. Am Besten in Höhe des Kopfes. So wird das Schlingen ebenfalls eingeschränkt, und das Futter kann besser in den Schlund rutschen. Dies verhindert auch das Erbrechen .

 

 

 

Zahngesundheit bei Katzen

Die Zahngesundheit bei Katzen ist ein wichtiges Thema. Der Blick in die Maulhöhle sollte vom Halter in regelmässigen Abständen durchgeführt werden. Denn Plaque (Zahnbelag) und  Zahnstein ist ein oft unterschätztes Thema.

Aber Zahnstein ist nicht ungefährlich, es folgen meist sehr unangenheme Zahnfleischentzündungen.Wenn dies nicht behandelt wird, ist oft die gesamte Maulhöhle betroffen. Nicht selten fallen Zähne heraus, oder müssen entfernt werden. Zahnstein bildet oft einen richtigen Block, der die Zahnzwischenräume der Zähne miteinander wie eine Brücke verbinder. Beim Entfernen des Zahnsteines kommt es deshalb nicht selten vor, dass die Zähne gleich mit herausfallen, weil der Halt durch den Zahnstein nicht mehr gegeben ist.

Eine weitere Erkrankung der Mahulhöhle ist FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen). Dies ist eine Erkrankung der körpereigenen Zellen, der Odontoklasten. Diese "knabbern" die Wurzeln der Zähne an, bis diese vollkommen weg sind. So, wie es eigentlich im Milchgebiss der Fall ist. Im Normalfall hören diese Zellen zu "knabbern" auf, wenn die Milchzähne ausgefallen sind . In manchen Fällen jedoch leider nicht. Dies ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung für die Katze. Es bleibt meist nichts anderes über, als die Zähne vollständig zu entfernen. 

Deshalb- BITTE REGELMÄSSIG DIE ZÄHNE KONTROLLIEREN LASSEN!!

 

Und noch ein Tipp von mir: Trockenfutter mindert oder reduziert den Zahnstein NICHT. denn das Gebiss der Katze ist ein Scherengebiss und kann nicht wie der Mensch die Nahrung zermalmen.

Besser:  2 x wöchentlich ein paar Stücke rohes Fleisch (kein Schweinefleisch) geben. Die Katze muss seitlich das Stück zerkauen, und hier wird er Abrieb der Plaque  stark gefördert!

Fellpfelge bei Katzen

Das Fell unserer Stubentiger muss in regelmäßigen Abständen gebürstet werden.

Denn die eigene Fellpflege der Katze ist meist nicht ausreichend , um das Fell schön und knotenfrei zu halten.

Durch die verschiedenen Rassen der Katzen ist auch die Pflege des Felles unterschiedlich zu gestalten. Bei Nacktkatzen fällt zwar die Fellpflege weg, aber dafür muss man die Hautpflege sehr genau nehmen.

Bei Kurzhaarkatzen ist die Pflege meist problemlos, da das Fell einfach zu bürsten ist. Jedoch ist auch hier zu beachten, das besonders beim Fellwechsel im Frühling und im Herbst besonderes Augenmerk auf die Fellpflege zu legen ist.

Bei Langhaarkatzen ist das Bürsten besonders wichtig, da sich in diesem Fell leicht Knoten bilden, die die Katzen nicht selbst entfernen können. Oft muss man hier auch Knoten ausschneiden oder die Katze im Sommer scheren lassen.

Das Bürsten bringt aber nicht nur den Vorteil der Fellpflege mit sich, sondern stärkt auch die Bindung zwischen Mensch und Tier. Man kann dieses Bürstritual in die Kuschelstunde einbauen.Nach und nach wird sich Eure Katze daran gewöhnen, sollte sie kein Freund des Bürstens sein.🤭

Ebenso wird die Durchblutung gefördert und die abgestorbenen Hautschuppen fallen ab. Zu guter Letzt - jedes Haar in der Bürste ist nicht auf dem Boden oder der Couch 😀

Welche Bürsten kann ich empfehlen?

Für Bürstenverweigerer:

Handschuh mit Noppen oder "Striegel" - ist angenehm auf der Haut und wird gerne angenommen

Für "fortgeschrittene" Katzen, die Bürsten gerne mögen:

Softbürsten mit Kunststoff oder Drahtseite

Giftige und ungiftige Pflanzen für unsere Katzen

Liebe Freunde,

Jetzt kommt endlich der langersehnte Frühling/Sommer. Die Eisheiligen haben wir überstanden. Jetzt wollen viele Katzenhalter den Garten oder den Balkon bepflanzen.

Warum knabbern Katzen an Pflanzen? Es gibt mehrere Gründe- Erstens- es macht Ihnen Spaß- und ebenso helfen einige Pflanzen beim hinauswürgen von Haarballen. Auch Mangelerscheinungen können eine Ursache sein, dass Katzen verschiedene Pflanzen zum Fressen gern haben.

Sollte Eure Katze eine giftige Pflanze gefressen haben, bitte SOFORT zum Tierarzt gehen. Es könnte tödlich enden! Bitte lieber einmal zu oft als einmal zuwenig den Arzt konsultieren!

Ich habe Euch hier eine Liste mit den giftigsten Pflanzen zusammengestellt, die Ihr bitte nicht dort pflanzen solltet, wo Euren Mietzen hinkommen!

GIFITIG!!!!!

Alpenveilvchen-Amaryllis-Aralie-Avocadao-Birkenfeige-Clivia-Drachenbaum-Efeu-Elefantenohr-Gummibaum-Hortensien-Kirschlorbeer-Lilien-Märzenbecher-Mailglöckchen-Oleander-Philodendron-Tulpen-Weihnachtsstern-Yuccapalmen-Calla

Diese Pflanzen könnt Ihr hingegen gerne einsetzen:

Baldrian-Bambus-Frauenhaarfarn-Katzengamander-Katzengras-Katzenminze-lavendel-Melisse-Veilchen-Wollziest-Ysop-Zyperngras

Es gilt aber trotzdem, die Katzen an Blumen nicht unbeaufsichtigt knabbern zu lassen- denn Erbrechen kann die folge davon sein. Auch wenn Pflanzen ungiftig sind, ist zuviel des Guten nicht zu empfehlen!

 

 

 

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